Mein persönlicher Gastro-Graus:
gutes Essen in unansprechender Umgebung.
Bei meinem Schlachter um die Ecke zum Beispiel. Dort gibt es eine kleine Ecke mit billigen Stehtischen aus Resopal.
Ich liebe die gute, frische Hausmannskost von eben diesem Schlachter, nehme mir meine Portion aber lieber mit nach Hause. Oder noch schlimmer, in Einkaufspassagen integrierte Seafood & Champagner-Bars. Wenn es schon Hummer und Champagner sein soll, dann will ich auf jeden Fall auch das Gefühl von Luxus für zwischendurch haben.
Jedes Essen sollte eben die Würdigung bekommen, die es verdient. Deshalb schmeckt mir mein geliebter Cheese Block Burger bei JB immer doppelt so gut.
Ich finde die Einrichtung der Restaurants gemütlich und gleichzeitig schick.
Die Liebe zum Detail und die ungewöhnlichen Elemente beeindrucken mich.
Ich habe mal nachgefragt und erfahren, dass die Wandlampen von dem Designerduo „aqua creation“ aus Tel Aviv stammen. Jede davon ist handgefertigt! Und die Hamburg-Bilder von Stefan Korff sind auch der Hammer. Er fügt sie aus mehreren Einzelbildern zu einem zusammen und bearbeitet sie dann, so dass sie diesen ungewöhnlichen Look bekommen. Gutes Essen und eine passende Atmosphäre, das ist für mich der Weg zum glücklichen Sattwerden.
Kennt Ihr das auch? Man kommt nach Hause, öffnet den Briefkasten und heraus fallen eine Menge Flyer von irgendwelchen Lieferservicen. Vom Döner bis zum 4-Gänge-Menü wird in Hamburg alles durch die Straßen gekarrt, was essbar ist. Einerseits natürlich super. Ich liebe es bei grauseligem Hamburger Wetter zuhause die Nummer meines Lieblings-Pizza-Service zu wählen und 20 Minuten später eine leckere, knusprige Pizza mit Champignons und milden Peperoni geliefert zu bekommen. Ich war sogar selbst mal ein Pizza-Lieferant und kenne den dankbaren Blick der Besteller, wenn sie ihre Haustür öffnen. Andererseits gibt es viele Gerichte, die ich mir auf keinen Fall nach Hause liefern lassen würde. Es gibt Speisen, die will ich in bestimmter Atmosphäre genießen und es gibt auch Produkte, die durch das Liefern einen zu großen Qualitätsverlust erleiden. Bei Block Burgern ist das z.B. der Fall. Ein Burger von Jim Block muss ganz frisch zubereitet sein und dann verspeist werden. Deshalb werden bei uns die Burger erst nach der Bestellung frisch gefertigt. Liegt ein Burger nur 10 – 15 Minuten, bevor er gegessen wird, ist schon ein Qualitätsverlust festzustellen. Das haben wir in Verkostungsaktionen selbst getestet. Womit auch der Grund gefunden ist, warum Jim Block keinen Lieferservice anbietet. Kommt lieber vorbei, wir freuen uns auf Euch und Ihr könnt Euren Block Burger so genießen, wie er sein soll – absolut frisch!
Immer mehr Leute haben Lust auf Produkte aus der Region. Laut einer Studie wünschen sich ¾ der Bundesbürger im Lebensmitteleinzelhandel und in der Gastronomie mehr Produkte aus der eigenen Gegend. Ein guter Grund heute mal was über die Getränke unserer Eigenmarke HOMETASTE zu schreiben. Letztes Jahr im Sommer kamen wir auf die Idee eine eigene Marke zu schaffen, mit der wir Produkte aus dem hohen Norden in unsere Restaurants bringen. Den Anfang machte „Stachelbeer-Spritz“. Ein Getränk, das wir zusammen mit der Familien-Mosterei Richies entwickelt haben. Es wurde viel experimentiert und auch mit Hilfe unserer Facebook-Fans der richtige Geschmack gefunden. Heraus kam ein Getränk, das in den Jim Block Restaurants viele Freunde gefunden hat. „Stachelbeer-Spritz“ gab es nur für kurze Zeit, da Stachelbeeren ja nicht das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Also zogen wir uns im Herbst wieder in die Versuchsküche zurück und haben jetzt ein neues Getränk für Euch entwickelt. Ab Mittwoch, den 15. Februar präsentieren wir Euch „Quitte-Vanille-Spritz“. Sonnengereifte Quitte, verfeinert mit Vanille und mit Kohlensäure für die frische Spritzigkeit. Bei allen HOMETASTE-Getränken ist uns das Reinheitsgebot von Richies Großvater heilig: 100% frische naturbelassene Früchte, 0% Zusatzstoffe. Also purer Genuss aus der Region. Übrigens: Quitte-Vanille-spritz kam bei einer internen Verkostung mit anderen Kunden von Richies so gut an, dass die Campus Suite das Getränk ebenfalls ab Mittwoch anbietet.
Das Jahr ist schon über einen Monat alt und ich habe einen meiner guten Vorsätze tatsächlich umgesetzt. Ich hatte mir vorgenommen mal mehr auf andere zu gucken und mehr Rücksicht zu nehmen. Mein Aha-Erlebnis dazu hatte ich Silvestervormittag. Ich stand im Supermarkt in der Schlange. Es war die Hölle los, alle Leute waren genervt und am Zetern, dass es nicht schnell genug geht. Und was macht der Kassierer? Er ist ruhig und freundlich und hilft noch einer Omi das passende Kleingeld aus ihrem Portemonnaie zu angeln, ohne sich von den Menschenmengen um ihn herum einschüchtern zu lassen. Das fand ich sehr cool und deshalb bin ich Dienstleistern gegenüber jetzt deutlich aufmerksamer. Natürlich habe ich meine neue Einstellung auch mit zur Arbeit getragen und somit mal geguckt, was bei Jim Block in der Rush Hour so los ist. Wart Ihr z.B. schon mal während der Mittagszeit bei JB im Metropolishaus? Hammer, was da abgeht. Die Rush Hour läuft ca. von 11:45 bis 14:30 Uhr. In dieser Zeit wird hier wirklich unglaubliches geleistet. Ich habe das mal in meiner eigenen Formel zusammengefasst. Es gehen ungefähr 1000 Burgermenüs über den Tresen, das heißt 365 BpS (Burger pro Stunde), also 6 BpM (Burger pro Minute). Eine Höchstleistung vor der ich meinen nicht vorhandenen Hut ziehe. Zusätzlich schaffen es die Mitarbeiter auch noch freundlich zu sein und meistens auf die Wünsche der Gäste einzugehen. Echte Helden des Alltags.
Nach dem ich letzte Woche ja beschlossen hatte, mich viel öfter mal zu hinterfragen wie meine persönliche Ökobilanz aussieht, gehe ich auch bei Jim Block mit der imaginären Nachhaltigkeitsbrille durch die Gegend. Dass wir in den Restaurants nur Porzellan und Glas benutzen, ist ja schon bekannt. Auch dass wir keine Einweg-Tablettaufleger haben. Der neue Bagasse-Verpackungstest in Wandsbek ist auch super. Aber ich habe doch tatsächlich noch etwas herausgefunden. Heimlich, still und leise wurden bei uns neue Kaffee-, Tee- und Cacao-Produkte eingeführt. Nicht einfach eine andere Sorte, sondern die CERRO VERDE Produkte von AZUL, die sowohl Bio- als auch FAIRTRADE zertifiziert sind. Das finde ich ganz großartig, denn besonders auf Kaffee-, Tee- und Cacao-Plantagen sind häufig sehr niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen an der Tagesordnung. Beim FAIRTRADE hingegen werden die Erzeugerpreise für die gehandelten Produkte über dem jeweiligen Weltmarktpreis angesetzt. So wird den Arbeitern ein höheres und verlässlicheres Einkommen ermöglicht und in der Produktion müssen außerdem internationale Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. Das kostet nur ein bisschen mehr und alle profitieren davon. Also, die Heißgetränke bei Jim Block sind jetzt nicht nur noch leckerer sondern auch mit gutem Gewissen zu genießen. Weitersagen!